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Petition für Open Access beim Deutschen Bundestag

November 18, 2009 · Kommentar schreiben

Open Access PetitionVor einigen Wochen hatte ich anlässlich einer Meilensteintagung des Projektverbundes „Interactive Science“ Gelegenheit, mit Lars Fischer (Scilogs) über seine Idee für eine Petition für Open Access beim Deutschen Bundestag zu diskutieren. Inzwischen hat Lars Fischer seine ePetition zu Open Access bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen beim Deutschen Bundestag eingereicht und kann sich über eine überwältigende Resonanz freuen. Knapp 12000 Unterstützer haben das Volksbegehren inzwischen unterzeichnet und es werden immer mehr. Inzwischen besteht zusätzlich die Möglichkeit, auch offline für die Petition zu werben: Diese Unterschriftenliste (pdf) könnt Ihr einfach ausdrucken und Familie, Freunde und Kollegen unterschreiben lassen – die ausgefüllte Liste geht dann per Fax oder Briefpost zurück an den Petitionsausschuss. Weiterlesen →

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Die Ökonomie des Konsums – der Konsum in der Ökonomie

November 16, 2009 · Kommentar schreiben

Was haben der Golf Blue Motion, ein Regal aus der Ikea-Serie Billy, ein Nespresso-Kaffeeautomat, eine All-Inklusive Reise nach Fuerte Ventura, ein Los der Aktion Mensch, das I-Phone und die Bahncard 50 gemeinsam? Wer eines dieser Produkte kauft, hat eine Entscheidung getroffen für diese und gegen andere Konsumoptionen, freilich auf unterschiedlichen Niveaus finanzieller Möglichkeiten. Die individuelle Entscheidung für den Kauf bestimmter Güter impliziert Präferenzordnungen, Wertzuschreibungen, ethisch-moralische Grundsätze. Sie ist sozial und kulturell überformt, und sie hat Kon­sequenzen den sozialen Status und die Lebenslage des Einzelnen betreffend. Darüber hinaus wirkt sie sich auf der anderen Seite Wirtschafts­geschehens – bei Produktion, Erwerbsarbeit und Distribution – aus.

Im Berliner Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft fand am 06. und 07. November 2009 eine gemeinsame Tagung der DGS-Sektion Wirtschafts­so­ziologie und der AG Konsumsoziologie zum Thema „Die Ökonomie des Konsums – der Konsum in der Ökonomie“ statt. Ausgehend von 9 Arbeitspapieren über die Zusammenhänge von Kon­sum und Wirtschaft haben wir Gemeinsamkeiten von Wirtschafts- und Konsumsoziologie so­wie Möglichkeiten der Zusammenarbeit beider Arbeitsbereiche diskutiert.
[Hier werden aus Zeitgründen 7 Papiere vorgestellt - klar sind alle Vorträge empfehlenswert. Die Tagungsorganisation wird die Paper Library zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich bereitstellen] Weiterlesen →

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Biedermänner und Brandstifter II. In welche Richtung steuert die Regierung bezüglich HartzIV?

November 1, 2009 · 2 Kommentare

‚Hirnverbrannt‘ nannte Guido Westerwelle von der FDP Befürchtungen, dass die neue schwarz gelbe Regierungskoalition eine Fortsetzung des Sozialabbaus mit sich bringe. „Deutschland wird von der Mitte aus regiert, von einer Koalition der Mitte. Und die Ränder haben in dieser Republik nichts zu sagen„, sagte der Parteivorsitzende am Sonntag bei einem FDP-Sonderparteitag in Berlin. Wer nun von unsozialer Politik spreche, dem sei in seiner „Hirnverbranntheit“ nicht zu helfen (ReutersSZ, 25.10.09). Auch der neue Bundesarbeitsminister Jung verwahrt sich gegen Auffassungen, die ihn von Soziallabbau und sozialer Kälte in Verbindung bringen. Vielmehr liege ihm an gutem Kontakt zu den Gewerkschaften (WELT, 29.10.09). Vor etwas mehr als einem Jahr hatte mich Till Westermayer auf einen Aufsatz zweier Wirtschaftswissenschaftler namens Thießen und Fischer mit dem Titel „Die Höhe der sozialen Mindestsicherung – eine Neuberech­nung bottom-up“ aufmerksam ge­macht, just nachdem dieser Artikel in der Zeitschrift für Wirtschaftspolitik erschienen war [kommentiert von Till Westermayer und mir im September 2008].

Seit längerem gibt es eine Begleitmusik mit provozierenden Wortmeldungen von Politikern unterschiedlicher Couleur, die wissenschaftliche Beiträge diesen und ähnlichen Typs gern für pauschale Äußerungen über die Bezieher des Grundeinkommens nach SGB II aufgreifen. Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit für September 2009 gibt es knapp 6,75 Millionen Einzel­personen bzw. über 3,5 Millionen Bedarfs­gemeinschaften, die ein Grundeinkommen nach SGB II beziehen [Bundesagentur für Arbeit] Weiterlesen →

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How trust and influence work together: Nobel Peace Prize ‘A Call to Action’

Oktober 11, 2009 · Kommentar schreiben

The Nobel peace price for US President Barack Obama has been debated much on the web in recent days. I would like to put aside all the discussion on whether or not Obama deserves the price or whether it comes to early etc. and offer another interpretation. The idea that came to me was that Peace Nobel Price for Obama right now is a nice example of how trust and influence are interrelated. Trust is conditional on actors, expectations, vulnerability, uncertainty, agency and embeddedness; trust is relevant only in social relations that can be specified, e.g. the relationship of a President and his electorate or, more general, the president and the public. Trust is not just about sympathy and affection, even though trust and affection may be involved when trust is buil.  Influence is something more general. Influence is not confined to a specific social relationship. Influence can be compared to money, insofar as influence circulates within social systems, just like money does. A person who has much influence needs to make less efforts to achieve a consensus for his or her causes. People will listen to an influential actor much more than they will listen to others. Influence can be earned and spent, borrowed and lent, the amount of influence circulating in a social system can grow or decline. Influence can undergo inflational and deflational developments. At a time of inflation, much more efforts needs to be made to achieve consensus for a specific cause in t1 than in t0. At a time of deflational devlopment of influence, much less efforts need to be made to achieve consensus for a specific cause in t1 than in t0. Institutions acts as banks for influence. In this neoparsonian interpretation, the Nobel commitee acts as bank for influence based on trust, that is, based on positive expectations. The Nobel commitee lends influence to actors and instiutions and thus enables them to create consensus for important causes. Influential actors and institutions, again, can mobilize influence as a resource for various causes, or lend it to other actors and institutions. So, my hunch is that Obama came into office as US. President based on trust of his electorate, but now, with the Nobel peace price, the Nobel commitee has lent influence to Barack Obama (beyond the influence that comes with the office of US President), so he got additional trust from the Nobel commitee. The additional influence thus created will help Obama to get momentum for the causes that he cares about most. On the other hand, influence is something more general than trust. Contrary to trust, influence is not confined to a specific relationship. The Nobel peace price is no guarantee for Obama’s future political success just like a financial credit is no guarantee that an entrepreneur will eventually succeed with his business endeavors. But with the additional influence, Obama should have an easier time to pursue peace on the international level no matter whether he is successful with the domestic issues and how the electorate judges his presidency at a specific point in time. A tremendous development.

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IRRTIEF I

Oktober 10, 2009 · Kommentar schreiben

Ich habe mir ein digitales Zweitwohnzimmer einrichtet, bei Posterous. Hüben und drüben sind alle Leser herzlich willkommen. Als Willkommensgruß hatte ich dieses Video der Künstlerin Renate Guenther (@artistalma) eingestellt. Sie hat es 2008 bei unserem letzten Urlaub auf Sylt im Jahr 2008 gemacht, im Örtchen List mit Blick auf das Watt. Es trifft einen wahren Kern :)


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„Strukturwandel zu Metropolen?“ Erste Regionalkonferenz der DGS

Oktober 4, 2009 · Kommentar schreiben

Dortmund DASA

Dortmund DASA

Die erste Regionalkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) fand in Dortmund und Bochum zum Thema „Strukturwandel zu Metropolen?“ statt. Vier Hochschulen, die Ruhr-Uni Bochum, die TU Dortmund, die Uni Duisburg-Essen und die FernUni Hagen haben die Konferenz gemeinsam im Namen der DGS ausgerichtet. Sie haben ein neues Konferenzformat geschaffen, das etwas kleiner ist als die DGS-Konferenzen und sich an alle in Deutschland wie in anderen Ländern tätigen Soziologinnen und Soziologen. Besonders für Studierende ist die Regionalkonferenz ein ideales Format, weil sie übersichtlicher, fokussierter und praxisnäher ist als die großen DGS-Konferenzen, die auch immer für einen Besuch empfohlen sind.

Das Thema ist die Metropole bzw. Metropolregion. Etwa die Hälfte der Menschheit lebt in Städten. Metropolen sind Knotenpunkte wirtschaftlicher Wertschöpfung mit dem schnellen Rhythmus ihrer eigenen Produktions-Kultur. Sie sind aber auch Verdichtungen der Produktion von Wissen und Kultur sowie Orte unterschiedlicher Lebensformen. Sie sind  Seismografen für gesellschaftliche Entwicklungen, die sich dort zuallererst zeigen und die sich erst später andeswo durchsetzen. Im Zuge der Globalisierung haben sich viele dieser Prozesse beschleunigt. Unterschiede zwischen räumlich weit entfernten Metropolen scheinen zu verschwinden, und aus vormals klar identifizierbaren und abgrenzbaren Städten entstehen großräumige Metropolregionen wie die des Ruhrgebiets. Das Ruhrgebiet – Europas Kulturhauptstadt 2010 – ist eine Region mit 53 teils zusammengewachsenen Städten. Die wichtigsten Zentren entstanden bereits im Mittelalter. Das Ruhrgebiet erreichte seine heutige Ausdehnung und Struktur mit der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert. Heute hat die Metropolregion Ruhr ca. 5 Millionen Einwohner von insgesamt 18 Millionen Einwohnern in NRW, und die Bewohner können stolz darauf sein, den Strukturwandel von der durch Bergbau und Schwerindustrie dominierten Region bis in die 1960er Jahre hin zu einer postindustriellen Region mit Wissenschaft und Hochkultur einigermaßen erfolgreich bewältigt zu haben. Die Bewohner des Ruhrgebiets, bekannt für ihre offene, freundliche Art und Bodenständigkeit, haben mindestens ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Region. Oliver Scheidt (Ruhr 2010 GmbH) rezitierte einen älteren Verwandten, dem beim Betreten einer Brücke mit dem für das Ruhrgebiet typischen Blick auf eine Schnellstraße entfuhr: „Schön ist es nicht. Aber meins. Und woanders ist auch Scheiße.“ Beim Strukturwandel des Ruhrgebiets liegen Licht und Schatten dicht beieinander: Die Metropolregion Ruhr hat einerseits vielversprechende neue Wirtschaftsfelder, Bildung und Wissenschaft und eine lebendige Kulturszene, andererseits aber auch ökologische und demografische Herausforderungen; zudem erstreckt sich im Ruhrgebiet ein Armutsbogen, der einen Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit, Armut, schwierigen Familienverhältnissen, bildungsfernen Haushalten und Chancenlosigkeit der Kinder beschreibt. Eine sozialwissenschaftliche Beforschung des Ruhrgebiets auch im Austausch mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Praxis ist also dringend erforderlich.

Die Plenumsveranstaltungen und Panels der Regionalkonferenz Ruhr war so verschiedenen Themen gewidmet wie Europäisierung und Regionalisierung, Verhandelter Strukturwandel, soziale Ungleichheit, Naturverständnis und Metropolentwicklung, demografischer Wandel (alternde Gesellschaft), Eventkultur, Kultur- und Kreativwirtschaft, Fußballmetropole Ruhrgebiet, Ökonomisierung des Zeitungsjournalismus, Hochschulreform, Metropolen als Innovationsregionen. Noch in der Eröffnungsveranstaltung hat Stadtsoziologe Hartmut Häußermann Zweifel aufkommen lassen, ob man das Ruhrgebiet als „Metropolregion“ oder gar als „Metropole“ bezeichnen kann. Historische Metropolen wie das alte Babylon und das antike Rom konnten ökonomisch, politischen, funktional und institutionell eine zentrale Stellung beanspruchen. Von ihnen ging eine Strahlkraft für das gesamte Umland aus. Metropolen sind einerseits Orte von besonderer Dynamik, andererseits aber auch Orte des sozialen Abstiegs und der sozialen Ausgrenzung. Da Häußermann selbst bei der Bundeshauptstadt Berlin aufgrund der durch den 2. Weltkrieg und den Mauerbau fehlenden historischen Kontinuität den Metropolenstatus bezweifelt, steht wohl auch der Metropolenstatus des Ruhrgebiets infrage. Weiterlesen →

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Startconference09

September 25, 2009 · 1 Kommentar

Die Startconference09 gehört nicht zu den Konferenzen, die Wissenschaftlichkeit beanspruchen. Vielmehr folgt die Startconference der Zielsetzung, Hochkultur – z.B. Theater, bildende Kunst, Konzert, Oper, Ballet, Literatur – auf dem gegenwärtigen Entwicklungsstand ins Internet zu bringen, sowohl die Kulturschaffenden selbst als auch Kulturevents als auch Akteure und Institutionen, die Kulturschaffende vertreten, die z.B. definieren, was als Kunst anerkannt wird was nicht oder die Kunst finanzieren (vgl. dazu Pierre Bourdieu: “Die Regeln der Kunst – Genese und Struktur des literarischen Feldes” und Nina Zahner “Die neuen Regeln der Kunst – Andy Warhol und der Umbau des Kunstbetriebs im 20. Jahrhunderts”). Die Start09 versucht Antworten auf das konkrete Problem zu erarbeiten, dass Künstler und Musiker häufig aus ihrem Orchestergraben oder von ihrer Bühne in mittelmäßig gefüllte Zuschauerreihen blicken, die Zuschauer in vielen Säälen ausschließlich der Altersgruppe über 60 Jahre angehören, Museen und Galerien an vielen Tagen des Jahres leer bleiben, bildende Künstler nur bedingt Preise für ihre Werke erzielen können, die Organisatoren von Kulturevents mit der Schwierigkeit konfrontiert sind, ein breiteres Publikum über Avantgarden oder kleine Szenen von Stammgästen hinaus anzusprechen. Zugleich ist den Anbietern von Hochkultur bewusst, dass sich da draußen viele junge Leute befinden, die aufgrund ökonomischer, sozialer oder kultureller Barrieren vermutlich gar nicht erst soweit kommen, den Konzertsaal zu betreten oder die einfach andere Präferenzen haben und den Kulturschaffenden somit als Publikum verloren gehen. Gelingt es nicht, breitere Publikumskreise und jüngere Generationen für Hochkultur zu interessieren und als zahlendes Publikum in die Kulturstätten zu bringen, droht vielen Kulturschaffenden und Kulturbetrieben das Aus. Für die Metropolregion Ruhr, die mit ihrem Strukturwandel unter dem Druck wirtschaftlicher Globalisierung ohnehin schon sehr gefordert ist, wäre das eine fatale Entwicklung. Viele Hoffnungen richten sich in dieser Situation auf das Internet, weil das Netz die Chance bietet, hochwertige Inhalte zu verbreiten, die Anbieter von Hochkultur untereinander besser zu vernetzen und sich für die Zukunft ein neues Publikum aufzubauen, das den Fortbestand der Hochkultur sichert. Wie Dr. Wendel von den Duisburger Philharmonikern hervorhob, ist der Wert des eigentlichen Kulturgutes (z.B.ein philharmonisches Konzert) durch Übermittlung ins Internet in keiner Weise gefährdet, jede Wiedergabe oder Übermittlung ins Internet nur ein sehr schwaches des Konzertes sein kann; vielmehr kann ein Orchester hinzugewinnen, wenn mehr Leute in den Konzertsaal gelockt werden können. Eine Schwierigkeit liegt allerdings darin, die vielfältigen Möglichkeiten des Social Web und der Social Media (z.B. Internet auf dem Mobiltelefon) in der Weise zu nutzen, dass ein Künstler oder eine Kulturinstitution einerseits die gewünschten Adressatenkreise gewinnen und andererseits seine Position im Feld der Kunst langfristig verbessern kann, sich in den Augen derer, die Kunst definieren oder finanzieren, im Feld der Kunst nicht disqualifiziert. Es darf bezweifelt werden, ob den Kulturschaffenden und Kulturbetrieben mit Hinweisen geholfen ist, die ausschließlich auf Verkaufserfolge, Zugriffszahlen und quantitativ messbare Reichweitendaten hinauslaufen. Was hier geschaffen wird, ist wohl eher ein Interaktionsnetzwerk, ein Interaktionsangebot, aber längst noch kein Vertrauen. Von Vertrauen könnte unter Umständen gesprochen werden, wenn die Kulturschaffenden und Kulturbetriebe heute beginnen, als Prodnutzer regelmäßig Materialien (Werke bzw. Werkfragmente) ins Internet zu stellen, wenn sie für sich persönlich Erfolgserwartungen formulieren, Erfahrungen für sich selbst  dokumentieren und reflektieren, einen intensiven Austausch untereinander und mit ihrem Online- und Offlinepublikum pflegen, wenn sie in einem längerem Prozess ein Netzwerk relativ stabiler kooperativer Beziehungen aufbauen, und wenn sie in fünf Jahren aufgrund der umfangreichen Erfahrung, die sie bis dahin für ihren spezifischen Anwendungsbereich gesammelt haben, aus Überzeugung immer noch dabei sind.

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Die neue Hitze des Wahlkampfs & die Piratenpartei

September 17, 2009 · 7 Kommentare

Niemand – vielleicht mit Ausnahme der CDU/CSU und SPD  – wird bedauern, dass die heiße Phase des  Bundestagswahlkampfs ausgebrochen ist. Endlich müssen Kanzlerin und Vizekanzler zu ihren Positionen Stellung beziehen und werden vom Wähler für die Gesetzesbeschlüsse verantwortlich gehalten, die ihre Kabinettsmitglieder in ihrem Auftrag durchgesetzt haben. Politischer Streit ist notwendig und wünschenswert für eine lebendige Demokratie. Auch haben wir gelernt, dass der Online-Wahlkampf erheblich an Bedeutung gewonnen und andere Formate ihre leitende Stellung eingebüßt haben. Das TV-Duell beispielsweise hat zwar vordergründig der Kanzlerin und ihrem Vizekanzler einen Umfrageschub eingebracht, aber insgesamt war das TV-Duell eine Enttäuschung, und viele wichtige Themen sind nur angetippt oder gar ausgeklammert worden: Wissenschaftsreform und Bildung (Exzellenzinitative und Bologna-Prozess), Antworten auf die Frage, wie Arbeitsplätze geschaffen werden, Armut, der umstittene Sanktionsparagraph § 31 in der Sozialgesetzgebung nach HartzIV, ebenso der Tatbestand, dass ein Großteil der finanziellen Lasten aus der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf die nächste Generation abgewälzt worden ist.Ausgeklammert wurde auch die Umwelt- und Klimapolitik. Kein Wort hatten Kanzlerin und Vizekanzler im TV-Duell für Thema Netzpolitik und Bürgerrechten im Internetzeitalter übrig. Ohnehin wäre TV-Duett vielleicht die passendere Bezeichnung gewesen. Weiterlesen →

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Quick-Check Researchgate

September 16, 2009 · 3 Kommentare

Researchgate

Researchgate

Unter den Social Networking Plattformen hat sich längst eine Spezialisierung ergeben, z.B. nach Altersgruppen, nach Schichten und Milieus. Zu den neueren Angeboten unter den Social Networking Plattformen zählen solche Angebote, die sich auf bestimmte Berufsgruppen eingeschossen haben, für Wissenschaftler z.B. Researchgate . Mit knapp über 140.000 Mitgliedern ist Researchgate derzeit das größte Angebot seiner Art. [Trailer].

Researchgate fordert den Wissenschaftler auf, ein kostenloses Profil einzustellen und Angaben zur Person, Forschungsinteressen, Werdegang, institutioneller Anbindung, Qualifikationen und Publikationen einzufügen, sodass eine Art standardisierte Wissenschaftler-Webseite entsteht. Weiterlesen →

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Highlight des Tages

September 14, 2009 · Kommentar schreiben

Video Alexander Lehmann „Rette Deine Freiheit„,  (via Netzpolitik)

Zum Video schreibt sein Macher Alexander Lehmann:

„RetteDeineFreiheit“ ist eine Antwort auf die nicht nachvollziehbare Politik der Bundesregierung in Bezug auf die Internetsperren. Entgegen allen Expertenmeinungen und der erfolgreichsten „Online-Petition“ in der Geschichte von Deutschland mit über 132.000 Mitzeichnern wird in Deutschland ein grundgesetzwidriges und dazu noch vollkommen sinnloses Gesetz verabschiedet. (…) „Rette deine Freiheit“ ist keine Parteienwerbung, sondern (…) ein privat finanzierter (…) Kurzfilm.

Update: I will insert a link to the English version a.s.a.p.

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