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It’s financial capitalism, stupid. Eine soziologische Deutung der Finanzkrise

„We first believed in you“ heißt es im Werbespot einer US-amerikanischen Großbank. Mit pathetischer Musikuntermalung zeigt der Werbespot eine Familie, die mit leuchtenden Augen das Ladenlokal ihres frisch gegründeten Unternehmens betritt. Ein fürsorglicher Vater winkt der Tochter beim Abschied ins College hinterher. Eine Mutter lässt zögerlich die Hand des Söhnchens los, als dieses mit Schultüte und Schulranzen die ersten Schritte ins Leben unternimmt. Der Werbespot einer Versicherung zeigt einen gut gekleideten älteren Herrn am Kaffeetisch im Familienkreis, der sich entspannt zurück lehnt, wo für die Zukunft der Angehörigen gesorgt ist.

Zum Leidwesen von Bürgern, Unternehmern und sogar dem Bundespräsidenten [PDF] entspricht die Kundenerfahrung mit Banken und anderen Finanzinstitutionen wohl eher dem Horror Trip bei Feinkost Zipp: Erhielt man als Student vor gefühlten fünf Jahren ohne größere Überprüfung der Zahlungsfähigkeit Privatkredite mit beachtlichem Verfügungsrahmen, führt heute manch eine Bank Überweisungen per Lastsschrift selbst dann nicht mehr aus, wenn der Kunde bei einem Kreditrahmen von Null Euro ein Guthaben hat und der angefragte Betrag das Guthaben um nur wenige Euro übersteigt. Auch Belästigung mit ständig wiederholten Anrufen gehört zum Repertoire kleiner Gemeinheiten. CSNBC zufolge sind Vermögen von mehr als 7 Billionen US$ vernichtet worden. Das ist schier unvorstellbar hoher Betrag, der die inflationsbereinigten Ausgaben für den zweiten Weltkrieg um das Doppelte übersteigt (Stand: 28.11.08) – damit hätte man den Welthunger für immer beseitigen, ein hervorragendes soziales Sicherungssystem installieren können und viele andere Dinge mehr.

FT erklärt in einer Reportage auf YouTube, dass sich bereits seit Jahren eine immer dramatischere Schere zwischen realem Einkommensrückgang und steigender Verschuldung der Haushalte in den Vereinigten Staaten auftat, welche die Knappheit der Liquidität ausgehend vom Hypothekenmarkt in immer weitere Bereiche der Finanzwelt ausdehnte, bis hin zum „Big Freeze„, dem Stand der Finanzkrise im August 2008, als das Video publiziert wurde. Trotz massiven finanziellen Engagements zahlreicher Nationalstaaten blieb das Misstrauen sogar zwischen den Geschäftsbanken bestehen, der Interbankenhandel kommt zum Erliegen, die Versorgung von Unternehmen und Privatleuten mit Kaufkraft bleibt aus und immer mehr Finanzinstitutionen werden ebenfalls zahlungsunfähig:

Seit dem 1. Dezember ist amtlich, dass die USA bereits seit Dezember 2007 in einer Rezession befinden. Die folgend Slideshow ist eine rohe Skizze mit Überlegungen zur aktuellen Finanzkrise. Darin habe ich Material aus dem Netz, meiner Dissertation und Forschungsliteratur in einer Skizze zusammen gefügt. Ich darf dazu sagen, dass es besonders durch die vielen anregenden Vorträge am MPIfG Köln, durch das Working Paper von Wolfgang Streeck „Flexible Markets – Stable Societies?“ [pdf], die Dokumentation des Rückgangs der Kapitalverflechtungen und interlocking directorates im Zuge der Öffnung des korporatistischen Kapitalismus Deutschlands für den globalen Finanzmarktkapitalisms zwischen 1996 und 2006 von Lothar Krempel und Martin Höpner [pdf] sowie durch Diskussion mit Guido Möllering [hier ein Presseinterview] inspiriert ist. Auch habe ich mich dabei auf den vor wenigen Tagen publizierten 84. Economic Outlook der OECD [pdf] gestützt. Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Benutzererfahrungen mit dem Finanzmarktkapitalismus!

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Lost in Deutschland – Bundesbahn edition

Lost in Deutschland“ ist dieser freundliche Zeitgenosse aus dem Vereinigten Königreich, und er bietet für „Der Westen„, das Portal der WAZ-Mediengruppe, ein schönes und spannendes journalistisches Videolog aus meiner geliebten Heimatregion an. Doch fallen mir beim Thema Lost in Deutschland doch noch ein paar andere Punkte ein als Fernmeldetürme, Städtebahnen und deutsches Brot. Da stehe ich also im Reisezentrum des Düsseldorfer Hauptbahnhofs in der Schlange wartender Fahrgäste, die ohne Weiteres hinzunehmen bereit sind, gut 30 Minuten in zwei Reihen anzustehen, während die Fahrgäste der ersten Klasse und hohen Punktekontos unmittelbar bedient werden. Hinter mir ein Reisender aus Singapur. Da kommt das Gespräch auf, weshalb man sich in die Schlange stellt, wo es doch die Automaten gibt. Bei mir war’s die Tatsache, dass zwei Personen gemeinsam reisen und den für sie jeweils günstigsten Tarif bekommen wollten, die Eingabe ins Menü ein Weilchen gedauert hätte und ich gern bar zahlen wollte. Von den Kollegen, die einem mit dem Menü behilflich sind und auch mal Geld wechseln können, war im Augenblick niemand in Sicht. Der Fahrgast aus Singapur merkte nur an, dass die Automaten der Bundesbahn nur die deutsche Sprache anbieten. Da schaut man sich in der Schlange um und stellt fest, dass vor allem die älteren und hochbetagten Reisenden, die kränkeren, die ärmeren Menschen und viele Ausländer anstehen. Und nun die Bahnpreisreform, die am 14. Dezember mit saftigen Preiserhöhungen in Kraft tritt: Verteuerung der Bahncard um 3,9 Prozent, Verteuerung der Bahnfahrten um 3,9 Prozent. Und jetzt noch der Bedienzuschlag von € 2,50 für Buchungen per Telefon und am Schalter. Hier geht es nicht nur darum, dass der Bedienzuschlag das Gegenteil von Serviceorientierung bedeutet. Hier geht es nicht allein darum, die grenzenlose Dienstleistungsorientierung der Bahn zum Ausdruck zu bringen. Auch geht es nicht darum, den Fahrgast zum arbeitenden Kunden zu erziehen, der durch Eingabe seiner Buchung zum Einsparen des Servicepersonals beiträgt. Das ist ja durch das Onlineangebot – auch ohne Sanktionen – bereits erreicht worden, wie dieses Zitat aus der SZ belegt, indem die Bahn auf den Vorwurf der Verbraucherfeindlichkeit reagiert:

Die Bahn entgegnete, dass inzwischen knapp 60 Prozent der Fahrkarten im Internet oder am Automaten gekauft würden. Also ändere sich für die Mehrheit der Kunden bei der Zuschlagsfreiheit nichts.[SZ]

Portal Deutsche Bahn

Portal Deutsche Bahn

Zurück zuhause bin ich ans Netz geeilt und habe dies gefunden: Das Portal der Bundesbahn wird auf deutsch, englisch, französisch, spanisch, niederländisch, italienisch, polnisch und türkisch angeboten. Russisch, arabisch und asiatische Sprachen sind nicht vertreten. Wer eine der angebotenen sieben Sprachen in Wort und Schrift beherrscht und außerdem mindestens eine EC- oder Kreditkarte verfügbar hat oder Lastschriften veranlassen kann, kann sein Ticket online lösen. Nicht so, wer keine dieser sieben Sprachen spricht, wer nicht ins Netz kommt (vor allem alte und hochbetagte Bürger, Analphabeten) und Personen, die nur in bar bezahlen können. Ein Unternehmen, das nach wie vor zu 100 Prozent dem Staat gehört, diskriminiert mit seiner Preispolitik sozial benachteiligte Gruppen. M.E. ist das ein Fall für die Bundesnetzagentur. Seit 2006 ist die Bundesnetzagentur auch für den Eisenbahninfrastrukturmarkt zuständig. Wir dürfen geeignete Regulierungen erwarten, um Wettbewerb zu bekommen, wo Wettbewerb wünschenswert ist und Monopolanbieter ihre dominierende Stellung gegen Verbraucherinteressen ausnutzen.

P.S. Nur in einem Land, in dem Revolutionäre sich eine Fahrkarte kaufen, bevor sie einen Bahnhof stürmen, stellen sich wohl Raucher in gelb markierte Zonen (im Freien). Wenngleich ich von dieser Regelung selbst nicht betroffen bin, weckt das äußerst ungute historische Assoziationen. Es gibt also noch viele – auch weniger gefällige – Themen für Lost in Deutschland.

Extra-leichtes Heizöl, Laptops und Mädchenröcke. Plädoyer für aussagekräftigere Sozialstatistiken am Beispiel Preise

Irritierend, wie zufrieden sich die große Koalition ein Jahr vor der Bundestagswahl 2009 präsentiert, obgleich die Wirtschaft bereits schrumpft, die Erwerbslosigkeit nach wie vor hoch ist, viele Erwerbstätige in in zeitlich befristeten und gering vergüteten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten und sich die Schere der Einkommen und Vermögen weiter öffnet (dies mal abgesehen davon, dass CDU und SPD um die Wette an Mitgliedschaft einbüßen). Ver.di berichtete im September 2007, dass 2,5 Millionen Deutsche mit Armutslöhnen, 440 000  sozialversicherte Vollzeitbeschäftigte sogar auf Hartz IV angewiesen sind. 18 Prozent aller Erwerbstätigen sind Mini-Jobber, weitere 600.000 Beschäftigten arbeiten als Ein-Euro-Jobber. Auch die Zahl der Leiharbeiter habe sich mit 650.000 gegenüber 2003 verdoppelt. Erst heute wurde eine soziologische Studie bekannt, derzufolge die Realeinkommen von Geringverdienern in den vergangenen Jahren um fast 14 Prozent gesunken sind. Betroffen sei ein Viertel der Arbeitnehmer, sagte Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Dagegen habe das oberste Viertel der Beschäftigten zwischen 1995 und 2006 ein reales Lohnplus von 3,5 Prozent verbucht [ZEIT, FR; WSI 08/2008]. Kürzlich hatte ich darüber geschrieben, dass ausgehend von der US-Immobilienkrise die Rezession aus den Vereinigten Staaten rasch zu uns nach Deutschland herüber schwappt und sich unter den Bedingungen des Finanzmarktkapitalismus drastischer auswirkt als in der „Deutschland AG“ bis Mitte der 1990er Jahre. Kaum zwei Tage nach dem Beitrag mehrten sich Presse- und Analystenstimmen, die auch in Deutschland von einer Rezession schrieben. Unter den Bedingungen der einsetzenden Rezession dürfte sich die Lage noch ein gutes Stück weiter zuspitzen.

verbraucherpreisindex

verbraucherpreisindex

Im Zusammenhang mit der angeknündigten neuen Energie-Preisrunde möchte ich mich mal der Inflation zuwenden. Zwar wird kaum jemand meinem subjektiven Eindruck der ‚gefühlten‘ Preissteigerung widersprechen, doch wirklich erschreckt bin ich erst, als der individuelle Inflationsrechner bei Destatis für mich knapp die doppelte der durchschnittlichen Inflation auswies. Allerdings bleibt der jährliche Gesamtpreisindex für den Einzelnen eine abstrakte Statistik mit geringem Nutzen. Aufschlussreicher wird die Statistik bereits, wenn man sich die Aufschlüsselung nach Produkten anschaut: Zitronen, extra leichtes Heizöl, Gas, Mehl, Pflanzenöl und Nudeln haben sich drastisch verteuert, Mädchenröcke, Personalcomputer und Musikdownloads sind günstiger geworden. Superbenzin und Dieselsprit unterliegen einer starken Inflation. Bei  Bierpreisen in der Gastronomie bleibt die Preissteigerung hingegen moderat [Preismonitor Destatis].

Anders als der persönliche Inflationsrechner von Detstatis suggeriert, ist jedoch die individuelle Betroffenheit von den Preissteigerungen nicht Schicksal oder Dummheit, sondern Ergebnis biographischer Faktoren und sozialer Lagen. Damit kommen soziale Faktoren ins Spiel, welche der Einzelne kurzfristig durch Kaufs- oder Verkaufsentscheidungen nur sehr bedingt ändern kann. Der persönliche Preisindex von Destatis spiegelt – so mein Verdacht – eher die soziale Lage als begüteter oder eben weniger begüterter Konsument wieder, und eine über- oder unterdurchschnittliche Preissteigerung ergibt sich nach dem Destatis-Index als Konsequenz aus der sozioökonomischen Lage. Da arme und von Armut bedrohte Menschen einen Großteil ihres Einkommens für Wohnung, Grundversorgung und Nahrungsmittel aufwenden müssen und die Teuerung in diesen Bereichen während der vergangenen 12 Monate besonders drastisch ausfiel, ist diese Gruppierung überdurchschnittlich von der Inflation betroffen [siehe auch Spiegel]. Besonders hart sind diejenigen von den aktuellen Preissteigerungen betroffen, bei denen Armut bzw. sozialer Abstieg mit spezifischen sozialen Problemlagen zusammen treffen, die Unsicherheit schaffen: Arbeitslosigkeit, Trennung eines Elternpaares, ein Pflegefall, Überschuldung oder eine Kombination solcher Problemfaktoren. Das Institut für Finanzdienstleistungen weist 3,5 Millionen Haushalte mit Überschuldung auf und macht deutlich, dass 80 Prozent der Überschuldeten arm sind [IFF-Studie 2008; Dörre APUZ 2008].

Ich würde mir einen sozialwissenschaftlich informierten persönlichen Preisindex wünschen, der soziale Ungleichheit besonders berücksichtigt. Der sollte nicht individuelle Konsumentscheidungen zugrunde legen und lediglich Produktgruppen gewichten, sondern zunächst in Form einer Online-Umfrage Basisdaten über die soziale und wirtschaftliche Lage des Verbrauchers abfragen, Warenkörbe separat nach Konsummustern der Unter-, Mittel- und Oberschicht zusammenstellen und auf Grundlage der Kombination von sozialer Lage des Verbrauchers und ‚typischen‘ Unter-, Mittel- und Oberschicht-Warenkörben eine individuelle Inflation berechnen. Analog würde ich mir auch sozialwissenschaftlich informierte Gesamtpreisindizes wünschen, welche die Inflation ausgehend von sozialer Schichtung untersuchen, Preissteigerungen für Ober-, Mittel- und Unterschichthaushalte separat ausweisen und nach demographischen Basisdaten gewichten. Bei diesem Zugang würde also der Mensch in seiner sozialen Lage in den Mittelpunkt der Inflationsberechnung gestellt.

Selbstverständlich würden mit dieser Form der Statistik allein weder Armut noch Preissteigerungen bekämpft, doch ließe sich klarer zeigen, dass arme und von Armut bedrohte Menschen typischen Strukturmustern und Zeitabläufen folgend von Inflation betroffen sind, und dass Inflation bei bestimmten Gruppen eher ins wirtschaftliche Aus führt als bei anderen. Preisindizes, die soziale Lagen berücksichtigen, würden transparent machen, dass Inflation die klassischen Problemlagen verschärft, die ohnehin eine Armutsgefährdung bedeuten, und zwar bei den für Unterschichthaushalte wichtigen Produkten wie Nahrungsmittel und Energie in besonders drastischer Weise. Die so geschaffene Transparenz könnte eine geeignete Argumentationsgrundlage für die politische Steuerung liefern, um Preissteigerungen in kritischen Produktgruppen in Kenntnis der Strukturmuster und Verläufen steuernd entgegenzuwirken, um Anreize für die private Vorsorge für die Bürger zu schaffen bzw. zu verbessern und um von Armut bedrohte oder betroffene Bürger besser zu beraten. Andererseits könnten z.B. sozialhilfeabhängige Haushalte vor dem Hintergrund ihrer Daten nachdrücklich argumentieren, wie viel drastischer als im Durchschnittshaushalt sich die enormen Preissteigerungen bei Basisgütern wie Lebensmitteln und Energie in ihrer Haushaltskasse niederschlagen, und sie könnten aufzeigen, an welcher Stelle sie mit den gegebenen Sozialhilfesätzen an Grenzen ihrer Einsparmöglichkeiten kommen.

A beef on crude and rising food prices

While heads of government of the G8 plus 5 countries are meeting in Japan, I get a beef on rising prices of crude contributing to inflation and ever higher costs for mobility, energy and heating – Gas prices are beyond € 1,60 a liter [a gallon is almost 4 liters], and the prices for foodstuffs are up well beyond inflation. But annoying as I might find my way to the gas station and the grocery store, inflation in foodstuffs for the products relevant for poorest and most vulnerable people on the planet is quite a bit more dramatic. Yet German media seem to take little note of rising food prices on a global scale. They have released a few articles back in April, and recently, they seem to be more concerned with the Sommerloch („summer hole“) than with the widespread and deepening economic crisis and potential long term consequences for economic development.

In a study as old as 1999, International Food Policy Research Institute (IFPRI, Washington D.C., USA) has projected an average rise of world population by 74 million people per year well beyond 2020, thus a continuous rise in need for basic foodstuffs worldwide. The research institute explains the current current food crisis with rising demand for food and feed, biofuels, high oil prices, climate change, and stagnant agricultural productivity growth.

At the end of June 2008, an internal World bank study leaked to the British Guardian, which was immediately taken up by Spiegel International. It presents a blow to the plant energy drive and fundamentally questions the Policy introduced by the European commission as to foster biofuels (see Nouvel Observateur). The World bank study holds that biofuels have forced up food prices up 75 Percent (more information over at Global Sociology).

IFPRI identifies a malfunctioning of world grain markets as an additional driver of the world food crisis. Given the thinness of major markets for cereals, the restrictions on grain exports imposed by dozens of countries have resulted in price increases. Several countries have adopted retail price controls, creating perverse incentives for producers. Speculative bubbles have built up, and the gap between cash and futures prices has risen. It stimulates overregulation in some countries and causes some commodity exchanges in Africa and Asia to halt grain futures trading. Some food aid donors have defaulted on food aid contracts. The World Food Programme (WFP) has even had a hard time getting quick access to grain for its humanitarian operations. Developing countries are urgently rebuilding their national stocks and re-examining the „merits“ of self-sufficiency policies for food security despite high costs. (IFPRI, „Physical and Virtual Global Food Reserves to Protect the Poor and Prevent Market Failure“ June 2008). A traditional approach to coping with the market failures would involve building up a physical, public, globally managed grain reserve. These reserves could be released to cope with excessive price increases. This reserve has the disadvantages of high storage costs and slow transactions. Instead, IFPRI suggests a different institutional arrangement for the exchange of commodities: (1) a minimum physical grain reserve for humanitarian assistance, and (2) a virtual reserve and intervention mechanism to calm markets in situations of increased speculative activity, backed up by a financial fund.

Hopefully, the G8 will consider IFPRI director Joachim von Braun (video below) and the various other warning voices and resolve this man-made crisis and the European Union will take responsibility for its failed environmental policy. Cereals are needed to feed the poorest and most vulnerable people on the planet, they do not belong in the tank of your car.

Joachim von Braun – U.S- Senate Testimony