Schlagwort-Archive: distrust

5th EIASM Workshop on Trust within and between organizations

FINT, the First International Network on Trust, has done a number of workshops trust in inter- and intra-organizational relationships. FINT is a network of scholars from various disciplines doing research on trust. In the past decade, issues of trust in inter- and intra-organizational relationships have become more important on the agendas of organizational scholars, due to changes in the social structure of societies, economic exchange relations and organizations. Deteriorating binding power and norms of reciprocity within and between organizations, reduction of hierarchical relations and sanctions for deviant behavior in organizations and other developments have fostered interest in cooperative behavior and trusting relationships. In networked organizations, organizational performance becomes increasingly dependent on trustful relations. A related development is the globalization and virtualization of markets and social relations within and between organizations. Trust is imperative to constructive social interaction in society and to value creation in economic relations. On January 28 and 29, 2010, FINT had its 5 th EIASM workshop on trust within and between organizations in Madrid, Spain. It brought together researchers from 24 countries. Weiterlesen

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Startconference09

Die Startconference09 gehört nicht zu den Konferenzen, die Wissenschaftlichkeit beanspruchen. Vielmehr folgt die Startconference der Zielsetzung, Hochkultur – z.B. Theater, bildende Kunst, Konzert, Oper, Ballet, Literatur – auf dem gegenwärtigen Entwicklungsstand ins Internet zu bringen, sowohl die Kulturschaffenden selbst als auch Kulturevents als auch Akteure und Institutionen, die Kulturschaffende vertreten, die z.B. definieren, was als Kunst anerkannt wird was nicht oder die Kunst finanzieren (vgl. dazu Pierre Bourdieu: “Die Regeln der Kunst – Genese und Struktur des literarischen Feldes” und Nina Zahner “Die neuen Regeln der Kunst – Andy Warhol und der Umbau des Kunstbetriebs im 20. Jahrhunderts”). Die Start09 versucht Antworten auf das konkrete Problem zu erarbeiten, dass Künstler und Musiker häufig aus ihrem Orchestergraben oder von ihrer Bühne in mittelmäßig gefüllte Zuschauerreihen blicken, die Zuschauer in vielen Säälen ausschließlich der Altersgruppe über 60 Jahre angehören, Museen und Galerien an vielen Tagen des Jahres leer bleiben, bildende Künstler nur bedingt Preise für ihre Werke erzielen können, die Organisatoren von Kulturevents mit der Schwierigkeit konfrontiert sind, ein breiteres Publikum über Avantgarden oder kleine Szenen von Stammgästen hinaus anzusprechen. Zugleich ist den Anbietern von Hochkultur bewusst, dass sich da draußen viele junge Leute befinden, die aufgrund ökonomischer, sozialer oder kultureller Barrieren vermutlich gar nicht erst soweit kommen, den Konzertsaal zu betreten oder die einfach andere Präferenzen haben und den Kulturschaffenden somit als Publikum verloren gehen. Gelingt es nicht, breitere Publikumskreise und jüngere Generationen für Hochkultur zu interessieren und als zahlendes Publikum in die Kulturstätten zu bringen, droht vielen Kulturschaffenden und Kulturbetrieben das Aus. Für die Metropolregion Ruhr, die mit ihrem Strukturwandel unter dem Druck wirtschaftlicher Globalisierung ohnehin schon sehr gefordert ist, wäre das eine fatale Entwicklung. Viele Hoffnungen richten sich in dieser Situation auf das Internet, weil das Netz die Chance bietet, hochwertige Inhalte zu verbreiten, die Anbieter von Hochkultur untereinander besser zu vernetzen und sich für die Zukunft ein neues Publikum aufzubauen, das den Fortbestand der Hochkultur sichert. Wie Dr. Wendel von den Duisburger Philharmonikern hervorhob, ist der Wert des eigentlichen Kulturgutes (z.B.ein philharmonisches Konzert) durch Übermittlung ins Internet in keiner Weise gefährdet, jede Wiedergabe oder Übermittlung ins Internet nur ein sehr schwaches des Konzertes sein kann; vielmehr kann ein Orchester hinzugewinnen, wenn mehr Leute in den Konzertsaal gelockt werden können. Eine Schwierigkeit liegt allerdings darin, die vielfältigen Möglichkeiten des Social Web und der Social Media (z.B. Internet auf dem Mobiltelefon) in der Weise zu nutzen, dass ein Künstler oder eine Kulturinstitution einerseits die gewünschten Adressatenkreise gewinnen und andererseits seine Position im Feld der Kunst langfristig verbessern kann, sich in den Augen derer, die Kunst definieren oder finanzieren, im Feld der Kunst nicht disqualifiziert. Es darf bezweifelt werden, ob den Kulturschaffenden und Kulturbetrieben mit Hinweisen geholfen ist, die ausschließlich auf Verkaufserfolge, Zugriffszahlen und quantitativ messbare Reichweitendaten hinauslaufen. Was hier geschaffen wird, ist wohl eher ein Interaktionsnetzwerk, ein Interaktionsangebot, aber längst noch kein Vertrauen. Von Vertrauen könnte unter Umständen gesprochen werden, wenn die Kulturschaffenden und Kulturbetriebe heute beginnen, als Prodnutzer regelmäßig Materialien (Werke bzw. Werkfragmente) ins Internet zu stellen, wenn sie für sich persönlich Erfolgserwartungen formulieren, Erfahrungen für sich selbst  dokumentieren und reflektieren, einen intensiven Austausch untereinander und mit ihrem Online- und Offlinepublikum pflegen, wenn sie in einem längerem Prozess ein Netzwerk relativ stabiler kooperativer Beziehungen aufbauen, und wenn sie in fünf Jahren aufgrund der umfangreichen Erfahrung, die sie bis dahin für ihren spezifischen Anwendungsbereich gesammelt haben, aus Überzeugung immer noch dabei sind.

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Die Generation Governance und der Kampf um Vertrauen oder Misstrauen im Internet (Teil 2)

Vertrauen, so ein verbreitetes Missverständnis, ist das Mittel der Wahl nur für Leute, denen die notwendige Cleverness für Misstrauen und der Wille zur Macht fehlt. Wer vertraut, muss wohl der naive unbedarfte Typ sein, der sich leichtgläubig auf jedes Geschäft einlässt, auf jeden SPAM-Brief hereinfällt, ungefiltert Informationen über sich im Netz preisgibt und am besten gleich noch den Freunden seine Passwörter mitteilt. Wer hingegen Macht hat, verfügt über Sanktionsmittel (z.B. Sicherheiten/Sanktionsgewalten im Streitfall). Vielfach wird auch von der „gesunden Skepsis“ gesprochen, die den Handelnden vor Ungemach bewahrt. Nur dass im „echten Leben“ jeder Kaufvertrag, jedes Kreditverhältnis, jede Finanzinvestition, jede Karriere, ja sogar jede Familiengründung scheitern kann. Die Governancegläugiben behalten sich vor, zunächst alles und jeden zu überprüfen, mögliche Katastrophen zu identifizieren, den Katastrophen Wahrscheinlichkeiten zuzuordnen, damit mathematische Operationen durchzuführen und schließlich zu Entscheidungen zu kommen, welche auf die Vermeidung von Risiken zielen. Die Governancegläubigen wählen Handlungsstrategien, bei denen die Absicherung gegen Zahlungsansprüche, Schuldzuweisungen etc. und die Abwälzung von Unsicherheiten auf andere im Mittelpunkt stehen, und sie halten ihre prophylaktische Skepsis für klug. Weiterlesen